Erstes Champions-League-Heimspiel für FK Bodø/Glimt: Gerade mal 8.200 Zuschauer passen ins Stadion

Die Qualifikation für die Champions League war für den FK Bodø/Glimt aus Norwegen ein riesiger Erfolg. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hat sich der norwegische Meister für die Ligaphase der Champions League qualifiziert. Zwar hat der Club bereits vier Mal hintereinander die norwegische Meisterschaft für sich entscheiden können, scheiterte in der Vergangenheit aber stets an der Qualifikation für die Hauptrunde. Anders als in den großen europäischen Ligen qualifiziert sich der norwegische Meister nämlich nicht automatisch für die Hauptrunde der Champions League.

Das Aspmyra-Stadion – das kleinste Stadion der Champions League

Wenn im wichtigsten europäischen Vereinspokal die besten Teams Europas aufeinandertreffen, dann ist eine große und laute Publikumskulisse in der Regel gewiss. Im Aspmyra-Stadion in Bodø dürfte die Atmosphäre vergleichsweise ruhig und beschaulich sein, wenn in diesem Stadion übermorgen zum allerersten Mal ein Spiel der Königsklasse stattfinden wird. Mit seiner Kapazität von gerade mal 8.200 Plätzen ist das Stadion das einzige der aktuellen CL-Saison, das weniger als 10.000 Zuschauer fasst. Fairerweise muss man erwähnen, dass auch Qarabağ Ağdam, Union Saint-Gilloise und Pafos FC unter dieser Marke stehen würden. Diese Clubs weichen allerdings auf größere Stadien aus, da die eigenen Arenen die Anforderungen der UEFA für die Champions League nicht erfüllen.

Champions League sorgt für Geldsegen in Bodø

Die Qualifikation für die Champions League dürfte den Manager des norwegischen Meisters freuen. 18,62 Millionen Euro hat der Club als Startgeld bereits sicher. Für jeden Sieg kommen 2,1 Millionen Euro dazu, für jedes Unentschieden (das Auswärtsspiel bei Slavia Prag endete 2:2) gibt es 700.000 Euro. Geschäftsführer Frode Thomassen äußerte sich in der vergangenen Saison, dass die Clubeinnahmen 2024 auf 60 Millionen Euro stiegen im Vergleich zu 4,2 Millionen im Jahr 2017. Innerhalb weniger eines Jahrzehnts hat der Club es geschafft aus der zweiten Liga aufzusteigen und zum dominierenden Verein der norwegischen Liga zu werden. Die Einnahmen aus der Champions League dürften die Dominanz noch weiter verstärken, denn die anderen Clubs der Liga nahmen im Jahr 2023 durchschnittlich lediglich 12 Millionen ein.

Diese Clubs kommen ins Aspmyra-Stadion

Am kommenden Dienstag ist Tottenham Hotspur zu Gast, wenn erstmals ein Champions League-Spiel in diesem Stadion stattfinden wird. Am 4. November reist der AS Monacco an, am 25. November Juventus Turin und am 20. Januar Manchester City. Das sind alles Gegner mit großen Namen, die sicherlich nur schwer zu schlagen sein werden. Man darf gespannt sein, ob die Gastgeber den Heimvorteil in der gemütlichen Kulisse des eigenen Stadions nutzen können, um die großen Vereine in Bredouille zu bringen.

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