Das Schweizer Oberhaus – die Super League – gehört nicht unbedingt zu jenen Ligen, die international die große Aufmerksamkeit erhalten. Aus einer kürzlich veröffentlichten Analyse aus dem Hause cies_football geht nun aber hervor, dass die höchste Schweizer Liga zu den laufstärksten Ligen in Europa zählt.
Längere Sprintdistanzen als in Premier League und Bundesliga
In der Analyse wurde ermittelt, welche Distanz in den einzelnen Ligen ein Spieler durchschnittlich sprintend zurücklegt. Als Sprint zählt dabei eine Geschwindigkeit von mehr als 20 Stundenkilometern. Das Ergebnis: In der Super League sprintet jeder Spieler im Durchschnitt 776 Meter pro Spiel (ich gehe davon aus, dass die Torhüter dabei herausgerechnet wurden). Das ist zwar weniger als in der niederländischen Eredivise (814 Meter) und der norwegischen Eliteserien (784 Meter), aber mehr als in der englischen Premier League (766 Meter) und der deutschen Bundesliga (756 Meter).
Aufmerksam wurde ich auf diese Statistik über einen Facebookbeitrag von Kicker.ch.
Mögliche Ursachen
Auf den ersten Blick wirkt das Ergebnis überraschend und es könnte auf eine besondere Fitness der Spieler hindeuten. In den Kommentaren unter dem Facebook-Beitrag schieben einige User das Ergebnis allerdings auf das schwächere spielerische Niveau und daraus resultierende Fehlpässe. Wer öfter den Ball verliert, der muss auch öfter rennen…
Die Redaktion von Kicker.ch ergänzte unter meinem Kommentar dann noch die Passquoten ausgewählter Ligen, die diese These stützen:
Demnach führt die französische Ligue 1 mit einer Passquote von 84,3% das Feld an. Die Premier League hat eine Quote von 82,1%, die Bundesliga von 81,6%. Die Schweizer Super League kann lediglich eine Passquote von 77,2% vorweisen und auch die Eredivisie liegt mit 80,5% unter dem Wert der Bundesliga.
Vor diesem Hintergrund scheint das wahrscheinlicher zu sein als eine bessere Fitness.
Wie seht ihr das?
