Tag 20 im Blog-Adventskalender hier auf Tippspielcorner. Jeden Tag bis Heilig Abend gibt es einen neuen Blogbeitrag mit einer Anekdote, einem Rekord oder einem Kuriosum aus der Welt des Fußballs. Immer um 0 Uhr erscheint der neue Artikel. Hier könnt ihr alle Adventskalenderbeiträge einsehen.
Manche Heldengeschichten kommen unerwartet, andere sogar vollkommen aus dem Nichts. Eine solche fand 2014 im Rückspiel der Play-Offs zur Champions League statt. Dort trafen die Emporkömmlinge von Ludogorets Razgrad auf die europäischen Veteranen von Steaua Bukarest.
Die Bulgaren aus Razgrad wollten nach mehreren gescheiterten Anläufen endlich zum ersten Mal in die Königsklasse, doch es lief alles andere als gut. Das Hinspiel in Rumänien war 1:0 verloren gegangen und im Rückspiel stand es kurz vor Schluss noch torlos 0:0. Das Ausscheiden schien besiegelt, doch in der letzten Minute der regulären Spielzeit gelang Wanderson das umjubelte 1:0 und damit der Schlüssel zur Verlängerung.
Selbige verlief zunächst ohne nennenswerte Vorkommnisse, bis es erneut in der letzten Minute der regulären Spielzeit einen herben Rückschlag für die Bulgaren gab. Torwart Wladislaw Stojanow wusste sich nur noch mit einer Notbremse zu helfen und flog mit glatt Rot vom Platz. Das eigentliche Problem von Razgrad war allerdings, dass bereits dreimal gewechselt worden war und fürs Elfmeterschießen kein Torwart mehr eingewechselt werden konnte. Notgedrungen ging der vorher beim Erzrivalen des Gegners unter Vertrag stehende Innenverteidiger Cosmin Moți ins Tor, überstand die letzten Minuten unbeschadet und rettete sein Team ins Elfmeterschießen. Und dort sollte seine große Stunde schlagen.
Im Trikot des Ersatztorwartes verwandelte Moți zunächst den ersten Elfmeter für Razgrad. Im Anschluss parierte er dann in seinem ersten Einsatz als Torwart zwei Elfmeter Bukarests und sicherte dem Club damit die erste Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League und sich einen festen Platz in den Geschichtsbüchern des bulgarischen Vereins.
