UEFA Entschädigungen: Ein Schweizer Zweitligaclub profitiert besonders

Länderspiele können für Fußballclubs mitunter ziemlich lästig und unliebsam sein. Je nachdem wie hochkarätig der eigene Kader besetzt ist, reist unter Umständen ein großer Teil des eigenen Teams bei Länderspielpausen zu Spielen der heimischen Nationalmannschaft. Das sorgt nicht nur für zusätzlich erschöpfte Spieler, sondern birgt natürlich stets auch das Risiko einer im schlimmsten Falle lang andauernden Verletzung.

UEFA entschädigt Clubs für Länderspieleinsätze

Was unter den Fans aber längst nicht jeder weiß: Die UEFA leistet regelmäßig Entschädigungszahlungen an betroffene Clubs aus, wie sport.ch berichtet. In der Schweiz sind es ganze 29 Vereine, die von dieser Regelung finanziell profitieren und sich über entsprechende Zahlungen freuen dürfen. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass lediglich 22 Teams in den beiden höchsten Schweizer Fußballligen spielen. Davon widerum sind nur 21 Teams tatsächlich Schweizer Teams, denn auch der FC Vaduz auf Liechtenstein spielt wie alle Teams des Landes mangels eigener Liga im Schweizer Ligensystem mit.

Die Top-Empfänger der Schweiz

Die in diesem Jahr verteilten Zahlungen leistet die UEFA für den Zeitraum von 2020 bis 2024. Die 29 Schweizer Teams und sechs Liechtensteiner Teams erhalten zusammen gut 2 Millionen Schweizer Franken. Mit rund 612.000 Franken darf sich der FC Lugano über die größte Summe freuen, während der in dieser Rangliste Zweitplatzierte FC Basel nur gut die Hälfte bekommt, nämlich rund 320.000 Franken. Der Grasshopper Club aus Zürich bekommt immerhin noch knapp 300.000 Franken.

Zweitligist bekommt mehr als mancher Erstligist

Die Spielklasse ist bei dieser Rangliste nicht zwingend mit hohen Entschädigungszahlungen gleichzusetzen. Bestes Beispiel ist der Verein Chur 97 aus der 2. Liga Interregional. Anders als der Name der Liga vermuten lässt, handelt es sich nur um die fünfthöchste Spielklasse der Schweiz! Dennoch erhält der Verein 62.203 Schweizer Franken von der UEFA überwiesen. Somit darf sich Chur über eine höhere UEFA-Zahlung freuen als bekannte Clubs aus hohen Spielklassen freuen wie bspw. Sion, St. Gallen, Winterthur, Lausanne-Sport und Yverdon-Sport. Dabei hat Chur diesen Geldregen insbesondere einem Spieler zu verdanken: Aron Sele spielte von 2020 bis 2023 in Chur und hatte in diesem Zeitraum 65 Länderspiele für sein Heimatland Liechtenstein.

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