Kicktipp Bezahlrunden: Ermittlungen wegen illegalem Glückspiels

Unter den unzähligen Tipprunden auf Kicktipp sind sie keine Seltenheit: Bezahlrunden, bei denen mit meist überschaubarem Einsatz um Geld gespielt wird, wobei in der Regel 100% des Einsatzes wieder an die Gewinner ausgeschüttet wird. Von solchen Runden gibt es viele und bisher kam es dabei auch zu keinen Problemen. Der in der Szene bekannte Spielleiter „Hubi“ hat nun deswegen aber laut eigenen Aussagen Post bekommen:

Liebe Tippfreunde,

uns wurde postalisch mitgeteilt, dass gegen uns ein Ermittlungsverfahren wegen „Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels“ eingeleitet wurde, weil wir KICKTIPP-Tipprunden gegen Einsatz veranstalten.

Eines steht fest: Ich selbst habe niemals auch nur einen Cent mit den Tipprunden verdient, ganz im Gegenteil. Die kompletten Kosten der Kontoführung lagen bei mir, ganz zu schweigen von der administrativen Arbeit. Es war einfach ein Hobby eines Fußballverrückten. Das mir das mal so um die Ohren fliegt, hätte ich nie erwartet. Es ist sicherlich auch ein offenes Geheimnis, dass es zehntausende solcher KICKTIPP-Tipprunden dieser Art in Deutschland gibt.

Aufgrund der Anschuldigungen haben wir bereits juristischen Beistand eingeholt und auf dringendem Anraten des Juristen nun sofortige Einstellung aller Tipprunden eingeleitet. Natürlich ist das für alle ärgerlich.
Aber die Situation lässt absolut nichts anderes zu.

Das weitere KICKTIPP-Tipprunden betroffen sind, dazu können wir nichts sagen. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es auch hier zu Problemen kommen könnte. Denn wir wissen auch nicht, in wie weit KICKTIPP selbst hier beteiligt ist.

Wir bitten von Rückfragen abzusehen, da wir selbst von dieser Situation total überrascht und auch etwas überfordert sind .Wir werden nun erst mal Informationen zu den Anschuldigungen einholen müssen. Wir halten Euch auf dem Laufenden, auch was die Einsätze angeht. Aber bitte, lasst uns erst mal schauen, was genau los ist.

Viele Grüße,
Euer HUBI
Diese E-Mail, die an alle Teilnehmer von Hubis Tipprunden gesendet wurde, verbreitet Unsicherheit in den Foren vieler Kicktipprunden. Insbesondere die Frage, ob nun auch weitere Spielleiter unangenehme Post bekommen werden, treibt viele Spielleiter, aber auch Tipper um, denn schließlich könnten auch Tipper theoretisch für die Teilnahme an einem illegalem Glückspiel belangt werden.
Klar ist, dass Bezahlrunden schon immer rechtlich bedenklich waren, zumindest wenn sich die Mitspieler untereinander nicht kennen. So waren Hubis Runden, wie viele anderen Runden, nicht privat, wenngleich nicht kommerziell. Hubis Runden unterscheiden sich aber von allen anderen mir bekannten Bezahlrunden dahingehend, dass der Betreiber ein Gewerbe angemeldet hat und auf seiner Website nicht nur diese Tipprunden anbietet, sondern auch Geld mit dem Verkauf von Spielprognosen verdient. Möglicherweise werden Hubis Runden daher eher als kommerziell betrachtet und darüber hinaus macht das dadurch notwendige Impressum die Ermittlung des Veranstalters deutlich einfacher als bei anderen Runden.
Aus diesen Gründen gab es auf Tippspielcorner noch nie Bezahlrunden und wird es auch in Zukunft nicht geben. Wir werden euch in diesem Blog über weitere Neuigkeiten auf dem Laufenden halten, wenn wir mehr erfahren. Es wird auch spannend sein, welche Auswirkungen das über kurz oder lang auf die Tipprundenlandschaft haben wird.

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