Die erste Saison der „Kicktipp-Meisterschaft“ ist beendet – eine Bilanz

Immer wieder ist in den Foren der Tippspiele dieser Seite von der sog. Kicktipp-Meisterschaft oder einfach nur der Kurzform KTM die Rede. Das sorgt bei manchen Tippern für Verwirrung, weshalb ich die KTM an dieser Stelle einmal vorstellen möchte.

Die Idee zur KTM hatte Carsten alias FranckRibery. Der Gedanke hinter der KTM ist, dass nicht jeder gegen jeden tippt, sondern an jedem Spieltag zwei Tipper gegeneinander antreten, sortiert in Ligen mit Auf- und Absteigern. Das System des echten Fußballs wird also auf das Tippspiel übertragen, wobei die echte Saison halbiert wird, d.h. die Hinrunde der Bundesliga entspricht einer Saison der KTM und die Rückrunde ebenso.

Getippt werden zehn große nationale und internatioale Ligen: Die jeweils höchste Liga aus England, Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz, Österreich, Niederlande sowie die 1. und 2. Bundesliga und die Dritte Liga aus Deutschland.

Für die KTM genutzt werden die jeweiligen Tippspiele hier auf Tippspielcorner. Den Spielplan und den aktuellen Tabellenstand kann man auf der Website zur KTM einsehen, welche unter www.kicktipp-meister.wg.vu einsehbar sind.

In der Hinrunde der Saison 2017/18 startete die KTM in ihre erste Saison, welche nun beendet ist. Ich muss sagen, dass ich die KTM als sehr reizvoll und spannend erlebt habe. Der Modus ist nicht unbedingt gerecht, hat aber seinen eigenen Reiz und seine eigene Spannung. Es geht im jeweiligen Spiel um alles oder nichts. Die eigentlich erzielten Punkte sind nachher nicht mehr extrem wichtig, denn hauptausschlaggebend für die Platzierung sind nicht die bislang erzielten Punkte in den Tipprunden, sondern die Punkte in den Begegnungen. Wenn ich gegen meinen Gegner mit 215 zu 216 verliere, gehe ich komplett leer aus, während in einer anderen Partie ein Tipper seinen Gegner mit 186 zu 166 besiegt und drei Punkte für die KTM erhält, obwohl er deutlich schlechter getippt hat als ich. Die Abschlusstabelle der ersten KTM-Saison zeigt, dass sich das alles im Laufe der Saison einigermaßen ausgleicht und sich die Tabelle ganz grob nach den „geschossenen Toren“, also den in den einzelnen Tippspielen erzielten Punkten, sortiert, aber eben nur grob. Während Marcelino als erster KTM-Meister immerhin die zweitmeisten „geschossenen Tore hat“, landete Marcus1 mit dem schlechtesten Sturm im Mittelfeld auf Platz 10. Der beste Tipper in Liga 2 (Lawnballsportz) hat mit 3999 Punkten und Platz 6 den Aufstieg verpasst, wohingegen der Zweitligameister Aexcel rund 300 Einzelpunkte weniger auf seinem Konto hat. Glück und Pech spielt in der KTM also eine weit größere Rolle als in einem gewöhnlichen Tippspiel. Auf die Leistung seines Gegners hat man einfach keinen Einfluss und anders als im echten Fußball kann man auf seinen Gegner auch nicht reagieren.

Ergänzend gibt es noch den Kicktipp-Pokal, welcher von Powerfuxx ins Leben gerufen wurde, der sich auch für o.g. Website verantwortlich zeigt. Dabei treten qualifizierte Tipper aller Ligen im KO-System gegeneinander an.

Die eines Tippspiels wie die KTM ist nicht neu. Vor einigen Jahren war ich auf der Seite Lose4Kicktipp.de registriert, in welcher genau dieses Ligensystem praktiziert wurde, aber nur auf der Bundesliga basierend. Die Teilnahme war kostenlos und umso besser man tippte, desto mehr Klammlose für die bezahlte Startseite Klamm.de hat man gewonnen. Die Seite existiert aber leider nicht mehr. Heute ist die KTM das einzige mir bekannte Projekt dieser Art, wobei es durchaus denkbar ist, dass es auch noch weitere gibt. Ich bin positiv überrascht, wie sehr mich die KTM im Laufe der Saison immer mehr in den Bann gezogen hat und meinen Ehrgeit weckte, auch wenn es am Ende bei mir nur für den Vizemeistertitel reichte. Die Spannung und Abwechslung zu normalen Tippspielen macht die Ungerechtigkeit des Systems wieder wett. Durch die Website zum Projekt bleibt die Transparenz und Übersicht stets erhalten.
Man darf gespannt sein, wie sich die KTM in den nächsten Saisons entwickeln wird. In der kommenden Saison startet eine dritte Liga. Wichtig für das Funktionieren des Systems dürfte sein, dass die Tipper nicht die Lust verlieren und auch in Zukunft aktiv bleiben, denn Karteileichen schaden dem System, wohingegen sie in klassischen Tippspielen nicht weiter stören (dort blockieren sie höchstens Plätze für neue Tipper, wenn es ein erreichtes Mitspielerlimit gibt). Auch kann man hoffen, dass die Website bestehen bleibt und unter der gewohnten URL erreichbar ist. Da sie keine echte Topleveldomain besitzt ist der Betreiber auf den Fortbestand des kostenlosen Dienstes angewiesen. So ist der Anbieter der beliebten kostenlosen de.vu-Subdomains vor wenigen Jahren plötzlich vom Markt verschwunden und damit auch alle geschalteten Subdomains.

Interessierte Tipper kontaktieren am besten Carsten (FranckRibery) über eine der Tipprunden.

Was haltet ihr von der Kicktipp-Meisterschaft? Schreibt eure Meinung einfach in die Kommentare unter diesem Artikel.

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